Dörfliches Leben in Lengde
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Januar 2021

Chlor im Trinkwasser

Lisa Lindner

Liebe Lengderinnen,

Liebe Lengder,

nachdem ich in den vergangenen Wochen mehrfach darauf angesprochen wurde, ob mir schon aufgefallen sei, dass unser Wasser nach Chlor riechen würde. Dazu habe ich mich bei der PURENA erkundigt und folgende Antwort erhalten:

Vienenburg wird über Wasser aus der Ecker-Talsperre versorgt. Durch die saisonalen Temperaturschwankungen kommt es hier zum natürlichen Prozess der Wasserumwälzung. Dieser erfolgt im Regelfall Ende Oktober/Anfang November. Durch diesen natürlichen Prozess kommt es auch zu Veränderungen im Rohwasser und somit auch im Trinkwasser.

In Talsperren-Wasserwerken ist die Desinfektion zur Sicherung der Trinkwasserqualität durch die Trinkwasserverordnung vorgeschrieben. Die Harzwasserwerke setzen an der Ecker-Talsperre Chlor als Desinfektionsmittel ein. Der o.g. Effekt führt dazu, dass die Chlordosierung durch den Vorlieferanten Harzwasserwerke ab Wasserwerk vorsorglich angepasst werden muss, um die Vorgaben der Trinkwasserverordnung jederzeit gewährleisten und etwaige Risiken ausschließen zu können.

Hierdurch kann es vorkommen, dass ein Chlorgeruch im gelieferten Trinkwasser wahrnehmbar ist. Diese Anpassung der Chlordosierung ist nur temporär. Nach derzeitigem Stand und den Erfahrungen der Harzwasserwerke ist dieser Effekt witterungsabhängig, im Normalfall gehen diese von einem Zeitraum bis Februar 2021 aus.

Die Maßnahmen der Harzwasserwerke entsprechen der Trinkwasserverordnung.

Somit kann das Trinkwasser wie gewohnt verwendet werden.

Erklärbar ist damit nicht, warum das Wasser nicht überall nach Chlor riecht, manchmal sogar von Nachbar zu Nachbar unterschiedlich. Hierbei kommt scheinbar zum Tragen, dass es sich bei manchen Anschlüssen um Enden handelt, bei anderen um Ringleitungen. Aber auch hier gibt es laut PURENA keinerlei Bedenken, dass Grenzwerte überschritten werden.